Geolocation zur Dokumentation des Krieges in der Ukraine

1. Einleitung
1.1 Motivation und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Methodik und Vorgehensweise

2. Theoretischer Rahmen
2.1 Was ist Geolocation?
2.2 Nutzung von Geolocation in der Dokumentation von Konflikten
2.3 Relevante Technologien und Tools von Geolocation

3. Geolocation im Ukraine-Krieg
3.1 Überblick über den Ukraine-Krieg
3.2 Rolle von Geolocation bei der Dokumentation des Krieges

4. Herausforderungen der Geolocation-Dokumentation
4.1 Genauigkeit und Verlässlichkeit der Geolocation-Daten
4.2 Technische und logistische Hindernisse

5. Zusammenfassung und Ausblick
5.1 Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse
5.2 Ausblick auf zukünftige Entwicklungen und Forschungsbereiche

6. Schlussbemerkungen

7. Literaturverzeichnis

8. Abbildungsverzeichnis

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1. Einleitung

1.1 Motivation und Zielsetzung der Arbeit

Kriege sind aus der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft nicht wegzudenken. Sei es
das Verlangen nach Land, reine Machtdemonstration oder der Hass auf andere Völker,
Kulturen oder Menschen. Krieg ist seit Jahrtausenden das Mittel der Wahl. Krieg
beeinflusst auch die Leben der Menschen die nicht direkt beteiligt sein. Sowohl in den
Bereichen Wirtschaft, aber auch Einwanderung. Es ist deshalb umso wichtiger über
Kriege informiert zu sein um sowohl jetzt die richtigen Entscheidungen zu treffen als
auch um zukünftige Kriege durch politische Entscheidungen zu verhindern. Doch in
einem Krieg kann es schwierig sein glaubwürdige Informationen von Propaganda und
Desinformationen zu unterscheiden. Um in der Zukunft aus vergangenen Kriegen zu
lernen ist es außerdem wichtig die Ereignisse eines Krieges zu dokumentieren damit sie
später nachvollziehbar sind. OSINT ist schon lange ein verankerter Part für die
Gewinnung von Informationen für militärische Zwecke. Mit dem Aufstieg von
Geolocation im Bereich von OSINT ist es kein Wunder, dass auch Staaten sich die
Methodik aneignen. Da OSINT jedoch viele weitere Bereiche umfasst und den Rahmen
der Arbeit überschreiten würde, wird der Fokus dieser Arbeit auf Geolocation und
dessen Implikationen liegen. Die Arbeit soll deshalb untersuchen welchen Einfluss
Geolocation auf die Dokumentation und die Bekämpfung von Desinformation und
Propaganda hat und wie Geolocation von Organisationen als auch von Privatpersonen
genutzt wird um Informationen zu überprüfen und den Krieg in der Ukraine zu
dokumentieren.

1.2 Methodik und Vorgehensweise

Für die Arbeit wurden unterschiedliche, unabhängige Quellen analysiert. Die
wichtigsten Erkentnisse werden zusammengefasst dargestellt. Außerdem wurde eine
Textinterview mit Kodiak geführt. Er ist Teil des Project Owl Discord Server, welcher
von Freiwilligen betrieben wird die sich für OSINT und Geolocation Interessierte einen
Platz bietet sich auszutauschen. Dazu ist er Editor für die von Project Owl initiierte
Ukraine Control Map, welche unter uacontrolmap.com abrufbar ist und die Frontlinie,
die basierend auf der Arbeit der Freiwilligen des Project Owl Discord Server geschätzt
wird, darstellt. Außerdem hat er nach eigenen Angaben mehrere Jahre in einem
ähnlichen Berufsfeld zu OSINT gearbeitet, arbeitet jetzt jedoch als Game Developer,
trägt in seiner Freizeit jedoch trotzdem zu den oben genannten Projekten bei. Sein
echter Name wird nicht gennant, da er anonym bleiben möchte. Um seine Aussagen zu
validieren werden sie im Verlaufe der Arbeit mit den Erkenntnissen aus anderen,
unabhängigen Quellen verglichen.

2. Theoretischer Rahmen

2.1 Was ist Geolocation?

Geolocation ist ein Teilbereich von OSINT. OSINT steht dabei für
Open-Source-Intelligence. Als Open-Source-Intelligence werden alle Daten bezeichnet,
die öffentlich verfügbar sind. Dazu zählen Fotos und Videos, Geodaten oder
Zeitungsartikel.[1] Diese könnten z.B. auf der Website einer Zeitung oder
Social-Media-Plattformen z.B. Twitter oder Instagram, veröffentlicht worden sein.
OSINT umfasst jedoch nicht nur die Daten sondern auch den Prozess der “Sammlung,
Analyse und Verbreitung von Informationen”. Dadurch können neue Daten entstehen,
welche sich OSINT kategorisieren lassen. Damit Daten als OSINT kategorisiert werden
können müssen sie jedoch für jeden über legale Wege bezogen werden können. Eine
gestohlene Datenbank dürfte unter dieser Definition also nicht als OSINT kategorisiert
werden. Ein Social-Media-Post jedoch schon.[2] Dadurch sind alle Daten, die als OSINT
kategorisiert werden, überprüfbar und können von jedem mit einem Zugang zu
Printmedien oder Internet überprüft werden. Auch Kodiak gab eine ähnliche Antwort.
Er ergänzt, dass es durch die Überprüfbarkeit der Daten keine Obfuskation gebe.[3]
Geolocation spezialisiert sich dabei auf Geodaten und hat den Zweck der Analyse von
öffentlichen Daten wie Fotos oder Videos, um zu bestimmen wo und in welchem
Kontext dieses entstanden ist. Somit kann der Standort eines Ereignisses, einer Person
oder eines Gegenstandes ermittelt werden. Nach Kodiak ist Geolocation “simply finding
out where a video or a picture took place.” Dazu werden verschiedene Technologien
eingesetzt. Darunter GPS, IP-Addressen und Mobilfunk [4], aber auch einfache
Handarbeit.

2.2 Nutzung von Geolocation in der Dokumentation von Konflikten

Geolocation kann in Konfliktsituation ein ein hilfreiches Werkzeug sein. Geolocation
wird dabei meist zur Verifizierung von Informationen genutzt. Sowohl von den
Kriegsparteien als auch von Außenstehenden. So können Ereignisse einem bestimmten
Standort zugeordnet und sich ein Bild der Lage verschafft werden.[5] Bilder und Videos
müssen jedoch auch irgendwo herkommen. Zum Beispiel von Kampflustigen welche
wie in Lakomy (2022) beschrieben immer öfter Social Media nutzen um Kriegsinhalte
zu teilen und ihr Ansehen zu verbessern.[6] Hier kann Geolocation helfen den
Entstehungsort dieser Bilder und Videos zu bestimmen. Das Jahr 2011 sticht als Anfang
der massenhaften Verbreitung kriegsbezogener Daten hervor. Dieses Jahr war vorallem
geprägt von den Kriegen in der Türkei, dem Nahen Osten und Afghanistan. Auch
mehrere afrikanische Länder befanden sich zu diesem Zeitpunkt im Krieg. Ein Jahr
voller Krieg und Konflikte.[7]

Weltkarte der Konflikte

Mehrere dieser Kriege halten bis heute an und werden durch Geolocation dokumentiert.
Darunter zählen die Kriege in Syrien, Libyen und Israel / Palästina.[8]
Das Internet wird als Umgebung bezeichnet, welche enorme Möglichkeiten für
militärisch bezogene Informationen bietet.[9] Es wird von einem “erheblichen Anstieg”
gesprochen. Eine Organistation welche für seine OSINT-Untersuchungen bekannt
geworden ist, ist Bellingcat. Sie führten verschiedenste Untersuchungen durch welche
Informationen über die Aktivitäten gewalttätiger extremistischer Organisationen
umfassten.[10] Sie veröffenttlichen seither Artikel zu den verschiedensten Konflikten
inklusive dem Ukraine Krieg.[11] Geolocation bietet noch weitere Anwendungsfelder in
Konflikten wie in Lakomy (2022) beschrieben: “

Auch Journalisten überprüfen ihre Informationen vermehrt durch OSINT. Laut einem
Interviewten aus Pournis (2023) seien Informationen bereits veraltet, wenn er die
Zeitung lesen würde, da sie bereits von Freiwilligen durch OSINT verifiziert oder als
falsch entlarvt wurden.[13]

2.3 Relevante Technologien und Tools von Geolocation

Wie bereits erwähnt sind GPS aber auch GIS (Geographic Information System)
wichtige Technologien für Geolocation. Jedoch werden noch viele andere wie
Satellitenbilder und digitale Karten genutzt.[14] Der Dienst welcher am meisten in
Fallstudien erwähnt wird ist Google Maps. Ein digitaler Kartenservice welcher vor
allem durch seine meist aktuellen Satellitenbilder, Luftbilder und Street View ein
wichtigtes Tool geworden ist um heraus zu finden wo ein Bild oder Video entstanden
ist.[15] Andere Alternativen sind Yandex Maps, Wikimapia und Mapillary oder Overpass
Turbo.[16] Der Interviewte gab ebenfalls an, dass Google, Bing und Yandex Maps die
einfachsten Tools für Geolocation-Untersuchungen sein.[17] Besonders Overpass Turbo ist
ein aufsteigendes Tool. Nach eigenen Angaben ist es ein “web-based data filtering tool
for OpenStreetMap.” OpenStreetMap ist eine ähnliche Datenbank zu Google Maps,
welche von Freiwilligen betrieben und ständig erneuert wird. Dadurch bietet es eine
deutliche breitere Menge an kategorisierten Daten wie Briefkästen und Sitzbanken
welche auf Google Maps nicht auffindbar sind. Overpass Turbo bietet somit einen
Grundbaustein für eine Geolocation-Untersuchung und ebenfalls Navigationssystem
Alternativen zu Google Maps wie OsmAnd.[18] Google bietet ebenfalls Google Earth Pro
an. Ein Desktop Programm welches Zugang zu einer erweiterten Version on Google
Earth bietet. Mit den historischen Bilder ist es möglich sich den selben Ort über einen
längeren Zeitraum ansehen. Wie in Pournis (2023) dargelegt kann dies sinnvoll sein um
zu sehen wie sich ein Ort über die Zeit verändert hat und dadurch Hinweise auf
mögliche Ereignisse an diesem Ort gewinnen.[19] Um an Videos zu kommen welche
geolokalisiert werden können ist aber besonders Social Media wichtig, sagt Kodiak. Er
ergänzt, dass scheinbar jeder Soldat heutzutage ein Handy dabei habe. Nach ihm sein
sie meist junge Menschen die es mögen zu posten wo sie sind und was sie tun. So kann
er heraus finden wie sich Truppen bewegen und was auf dem Schlachtfeld passiert.[20] In
anderen Quellen wurde Social Media oft nicht erwähnt. Dies könnte jedoch auch daran
liegen, dass Social Media erst seit dem Anfang des Kriegs in der Ukraine eine so
wichtige Rolle angenommen hat und präsenter als Bildquelle für Geolocation geworden
ist. Doch wie findet jemand überhaupt heraus wo ein Bild oder Video entstanden ist?
Um den Entstehungsort eines Bildes oder Videos zu ermitteln stützen sich Ermittler auf
Indizien und Merkmale des Materials. Dazu zählen Gebäude, die Anordnung von
Straßen, Flüssen, Bergen, militärischer Ausrüstung oder Vegetation. Im allgemeinen
visuelle Indikatoren die auf den Entstehungsort hinweisen. So kann es aussehen wenn
ein Ermittler verschieden Indikatoren abgleicht:

Mother and son killed by the Russian military when their car was sprayed with bullets

Ein weiteres Beispiel:

Ukrainian 36th marines hunting russian drone crews

Die unterschiedliche farbenen Formen werden auf dem auf Twitter veröffentlichten
Fotos und auf den Satellitenbilder, hier Google Earth, eingezeichnet. So kann der Ort
abgeglichen werden um den genauen Entstehungsort des Fotos zu bestimmen.

3. Geolocation im Ukraine-Krieg

3.1 Überblick über den Ukraine-Krieg

Am 24. Februar 2022 greift Russland die Ukraine an. Über den Osten des Landes fallen
Panzer in das Land ein und Russland startet eine Bodenoffensive. All dies nachdem
Russland 2014 die Krim militärisch annektiert hatte.[21] Das Ziel, nach Putin sei die
“Denazifizierung” der Ukraine. Er sagt dazu in einer Ansprache, “The purpose of this
operation is to protect people who for eight years now have been facing humiliation and
genocide perpetrated by the Kyiv Regime.” Beweise für diese Anschuldigungen
gegenüber der Ukraine bleiben aus.[22] Seit dem Einmarsch der russischen Truppen
herrscht Terror in der Ukraine und Russland hat während des Krieges viele
Kriegsverbrechen begangen. Dazu zählen Ereignisse wie das Butscha Massaker [23] oder
das Olenivka Prison slaughter welche durch Geolocation nachgewiesen werden
konnten.[24][25] Nachdem Russland Anfangs große Teile der Ost-Ukraine einnehmen
konnte arbeiten Ukrainische Streitkräfte seit über einem Jahr daran diese Gebiete zurück
zu erobern und unter ukrainische Kontrolle zu bringen.[26]

3.2 Rolle von Geolocation bei der Dokumentation des Krieges

Die Abbildung 2 zeigt zum Beispiel die Geolokalisierung des Butscha Massakers.
Geolocation wurde in vielen Fällen genutzt um Kriegsereignisse zu dokumentieren,
besonders im Ukraine Krieg. Diese Dokumentation wird für die Analyse und
Berichterstattung genutzt.[27] Es gibt mehrere Projekte die daran arbeiten den Krieg durch
Geolocation zu dokumentieren und kartieren. Ein Beispiel ist “EyesOnRussia”, ein
Projekt, welches von Freiwilligen betrieben wird. Es soll als glaubwürdige
Informationsquelle über den Krieg dienen. Ein weiteres Beispiel ist GeoConfirmed, ein
Gruppe aus Freiwilligen mit verschiedenen Hintergründen und Fachkenntnissen, welche
daran arbeiten den Ukraine Krieg als auch andere Konflikte wie in Israel oder Syrien zu
kartieren.[28] Teile dieser Arbeit waren bereits in dieser Arbeit zu sehen. Zum Beispiel das
Butscha Massaker und das Olenivka Prison slaughter, welche von GeoConfirmed
bewiesen wurden konnten.[29][30] Kodiak arbeitet selbst an solch einer Karte mit, der
Ukraine Control Map welche unter uacontrolmap.com aufrufbar ist. Er sagt, er würde
einfach herausfinden wo ein Bild oder Video entstanden ist, das ganze auf eine Karte
packen und nach 10.000 solcher Punkte würde ein Bild enstehen was die Situation
wiederspiegelt und man könne auf die Frontlinie und Truppenbewegungen schließen.[31]
Er spricht hier also davon, dass es eine große Masse an Punkten braucht um sich ein
verlässliches Bild zu machen. Dafür werden vor allem Social Media Beiträge von
Soldaten genutzt um Truppenbewegung oder die eingesetzten Waffen zu identifizieren.[32]
2014 sei es sehr schwierig gewesen Bilder auf Social Media vom Krieg zu finden. Doch
heute gebe es Tausende Menschen welche Informationen über den Krieg teilen. Die
Masse an Informationen sei überwältigend zu bearbeiten und zu sortieren.[33] Es hätte
noch nie so viel Material eines Krieges gegeben wie in der Ukraine.[34] Auf die Frage was
diese Arbeit für einen Nutzen hatte antwortete Kodiak er hoffe, dass seine Arbeit helfe
gegen Falschinformationen vorzugehen und Lügen von beiden Seiten des Krieges
entgegen zu stehen. Am Anfang des Krieges habe ständig eine Seite etwas gepostet
ohne jegliche Beweise oder ein altes Video mit neuem Titel veröffentlicht, aber das
könne man durch Geolocation verhindern und Aufklärung schaffen.[35] Ein Beispiel dafür
war ein Gerücht in den ersten Wochen des Krieges. Man sagte, dass Selenskyj einen
Krankenhausbesuch vorgetäuscht hätte, da die Frau, welche ihn begleitete zu diesem
Zeitpunkt to war. Das Video wurde analysiert und die Frau konnte so identifiziert
werden. Es stellte sich heraus, dass Sie eigentlich Brigadegeneralin war und nichts mit
der verstorbenen Frau zu tun hatte.[36] Geolocation dient also nicht nur dazu
Informationen für die Berichterstattung zu gewinnen und Informationen zu überprüfen,
sondern auch gegen Desinformationen vorzugehen und ein transparentes Bild des
Krieges zu schaffen. Außerdem kann es wie in den Fällen des Butscha Massakers und
des Olenivka Prison slaughter dafür sorgen, dass Kriegsverbrechen aufgedenkt werden
können und die Verantwortlichen auszumachen. Die Arbeit von “EyesOnRussia”,
GeoConfirmed und der Ukraine Control Map dokumentieren den Konflikt also und
bieten uns die Möglichkeit einen Einblick in die Geschenisse an der Front zu erlangen.
Es ist außerdem durch Karten wie diese möglich den Fortschritt der ukrainischen
Truppen über einen längeren Zeitpunkt zu betrachten.

Screenshot of Ukraine Time-Lapse February-March 2022 Screenshot of Ukraine Time-Lapse November 2023

Auf den Karten sind russisch besetze Gebiete rot markiert und ukrainische
Gegenoffensiven blau markiert. Gelb kennzeichnet Gebiete die von russischer Seite als
erorbert angegeben werden.
Ein Vergleich zwischen den zwei Bildern vom 30.03.2022 (links) und dem 30.11.2023
(rechts) zeigt den deutlichen Fortschritt der ukrainischen Streitkräfte.

4. Herausforderungen der Geolocation-Dokumentation

4.1 Genauigkeit und Verlässlichkeit der Geolocation-Daten

Die Genauigkeit und Verlässlichkeit der Daten hängt von vielen Faktoren ab und kann
von Fall zu Fall unterschiedlich sein. Ein Fall in dem die ermittelte Position
möglicherweise ungenau ist könnte ein Fall mit zu wenig Anhaltspunkten sein. Ohne
ausreichende visuelle Faktoren könnte also keine genaue Aussage über den
Entstehungsort des Materials getroffen werden. Außerdem sollte Bild- und
Videomaterial, dass von Truppen, und damit Konfliktparteien stammt, immer mit
Skepzis betrachtet werden. Es könnte sich zum Beispiel wie bereits genannt um
Propaganda oder gestelltes Material handeln. Es könnte außerdem aus dem
Zusammenhang gerissen werden. So wurden in vielen Fällen Videos und Bilder aus
Syrien wiederverwendet und als Bildmaterial aus der Ukraine dargestellt. Letzteres
kann jedoch durch die Bestimmung des Ursprungsortes aufgedenkt werden. Es sollte
deshalb niemals ohne weitere Arbeit auf ein Ursprungsland, anhand der Informationen
außerhalb des Materials geschlossen werden. Viele setzen daher auf Quellen wie
Satellitenbilder, welche völlig unabhängig von dem Konflikt sind und ein objektiveres
Bild auf die Lage im Kriegsgebiet schaffen.[37] OSINT unterliegt also dem selben
Problem welches es versucht zu bekämpfen, die weitverbreitete Desinformation im
Internet. Das selbe Problem welches von Freiwilligen von Kodiak bekämpft wird kann
also zu einer Beeinflussung der Daten führen und möglicherweise mehr
Desinformationen kreieren, wenn der Arbeit anderer ohne unabhängige Validierung
vertraut wird.[38] Dieses Risiko sollte also in Betracht auf alle Erkenntnisse nicht nur aus
Geolocation sondern auch aus OSINT beachtet werden, Daten können im digitalen
Zeitalter einfach beeinflusst werden und es sollte ihnen nicht blind vertraut werden. Um
diese Probleme anzugehen sagt Kodiak deshalb er würde seine Ergebnisse
veröffentlichen und mit anderen über Kanäle wie Discord mit anderen Freiwilligen
teilen damit sie ihn auf seine Fehler aufmerksam machen können und
Falschinformationen vermieden werden.[39] Ein weiteres Problem ist die von
Konfliktparteien und dessen Unterstützern verbreitete Propaganda. Mit dem
Aufkommen sozialer Medien entstand eine neue Plattform für weit verbreitete
Propagandakampagnen. Kriegsparteien nutzen diese Plattform oft um ihre politischen
Botschaften zu verbreiten und Desinformationen in eigenem Sinne zu verbreiten.[40] Es
wird vermutet, dass pro-russische Propaganda in Sozialen Medien genutzt wird um
Hass gegen den Westen zu stiften.[41] Insgesamt wurden aus den über die pro-russichhenn
Hashtags #istandwithrussia, #standwithrussia, #istandwithputin und #standwithputin
insgesamt 349,355 Nachrichten auf X (ehemals Twitter) gepostet. Dabei wurden ca.
20% der Accounts welche pro-russische Propaganda teilten als Bot eingestuft. Die
Studie kam zu dem Entschluss das dieser Anteil einen erhebliche Rolle in
Propagandakampagnen spielt.[42] Es wurde ebenfalls in erheblichen Maße
pro-ukrainische Propaganda verbreitet. Dies belief sich beim Anteil der von Bots
geteilten Nachrichten jedoch nur auf knapp 14%.[43] Diese Masse an Propaganda
erschwert die Arbeit bei Geolocation-Untersuchungen, da nie Sicherheit besteht, dass
das geteilte Bild oder Video nicht Teil einer Propagandakampagne ist. Eine Zeitschrift
namens “MiddleEastEye” machte bereits im Februar 2022, 2 Tage nach der Invasion
Russlands auf dieses Problem in einem Artikel aufmerksam. Kriegsbezogene Bilder und
Videos aus Syrien, Libyen, Libanon und Palästina wurden auf Twitter geteilt und als aus
der Ukraine stammendes Material betitelt. Ein Beispiel dafür ist dieses Video aus
Syrien.

Twitter post allegedly showing russian troops at Ukraine Border

Dieser Twitter Post, welcher inzwischen gelöscht wurde zeigt angeblich russische Truppen
an der ukrainischen Grenze. Der Artikel schreibt: “Several users replied to his tweet
to clarify that the footage was in fact [...] showing a Syrian government convoy being
destroyed by Turkish Bayraktar TB2 drones.” Posts wie diese machen es Ermittlern sehr
schwierig glaubwürdiges Material zu finden und aktiv über den Krieg zu informieren.[44]
“Constantly we see posts [...] claiming utter bullshit getting millions of views, with
the correct geolocation in the comments showing that the initial story was false, but it gets
hundreds of views - a fraction of a percent.”, sagt Kodiak.[45]

4.2 Technische und logistische Hindernisse

Der größte Teil der Soldaten besitzt Handys, jedoch kann es trotzdem dazu kommen,
dass Ereignisse nicht aufgenommen werden. In Einzelfällen hat dies keinen großen
Einfluss auf das Gesamtbild, muss jedoch auch als möglicher Verfälschungsfaktor
betrachtet werden. Es kann dazu kommen, dass Truppen plötzlich von Karten
verschwinden, da es einfach keine neuen Aufnahmen von ihnen gibt.[46] Kodiak sagt
ebenfalls, dass es teilweise schwer ist Videomaterial zeitlich einzuordnen, da zwar
bekannt ist, dass etwas geschehen ist, aber nicht wann es geschehen ist. Sein
Lösungsansatz umfasst das manuelle überprüfen und cross-refrencing von z.B. Kratern,
Massenabholzung durch Attelerie oder die Jahreszeit um eine bessere Einschätzung
über das Entstehungsdatum zu gewinnen.[47] Ein weiteres sinnvolles Tool sind in diesem
Fall erneut Sattelitenbilder, da sie unabhängig von den Geschehnissen auf dem
Schlachtfeld aufgenommen werden. In Kombination mit Social-Media-Posts kann ein
genaueres Bild entstehen. Er wünscht sich daher mehr, und einfacher aufrufbare
Satellitenbilder, schätzt aber auch das diese mit der Zeit automatisch kommen werden,
indem Raumfahrt häufiger und kostengünstiger wird.[48] Eine weitere Herausforderung
für die OSINT-Community ist außerdem die große Menge an Menschen, welche am
Diskurs teilnehmen und daher mehr Moderatoren gebraucht werden.[49]
Kommunikationskanäle wie der Project Owl Discord Server, auf dem Kodiak ein
Mitglied ist benötigen viel Moderation um einen sachlichen und faktenbasierten Diskurs
zu ermöglichen. In Pournis (2023) wird als weiteres logistisches Hinderniss
angesprochen, dass Russland deutlich besser darin sei Propaganda zu verbreiten als der
Westen sie zu anzugehen und Aufklärung zu schaffen. Trotzdem ist der Interviewte Der
Meinung, dass die letzten 10 Jahre ein riesiger Fortschritt für OSINT waren und neue
Werkzeuge, Methoden und Ansätze und mehr Offenheit der Presse und Medien
gegenüber OSINT gebracht hätte.[50]

5. Zusammenfassung und Ausblick

5.1 Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse

Geolocation hat sich über die letzten Jahre rapide entwickelt und Anhalt auch in den
traditionellen Medien gefunden. Es hat sich herausgestellt das Geolocation eine
wichtige Rolle bei der Dokumentation von Konflikten und Verifizierung von
Informationen spielt, inklusive dem Krieg in der Ukraine. Es bietet einen Anhaltspunkt
für die Berichterstattung und kann genutzt werden um interaktive Karten zu erstellen die
zur Aufklärung über die Ereignisse in der Ukraine dienen können. Dabei sollte jedoch
ebenfalls die Genauigkeit der erhobenen Daten mit einbezogen werden. Probleme wie
Desinformation und Propaganda im Internet oder der Mangel an eindeutigen
Anhaltspunkten kann die erhobenen Daten beeinflussen und verfälschen. Über die Zeit
hat sich Geolocation in mehreren Konflikten jedoch als wirksam erwiesen um
Kriegspropaganda zu bekämpfen. Darunter auch der Krieg in der Ukraine.[51]

5.2 Ausblick auf zukünftige Entwicklungen und Forschungsbereiche

Wie bereits erwähnt bedarf es weiterer Verbesserung um Geolocation effizienter und
genauer zu machen. Darunter zählt der Einfluss auf Informationverbreitung und
Sicherheit.[52] Kodiak nennt mehrere andere Anwendungsfälle außerhalb von Kriegen für
die Geolocation nützlich ist. Er nennt die Verhinderung von Menschenhandel, Smuggel
oder anderen Straftaten. Außerdem können Flüchtlinge oder verlorene Menschen nach
Naturkatastrophen zu lokalisieren und zu retten. Geolocation werde außerdem bereits
für “targeted advertising” genutzt. Allein das Aktivieren der Standortfunktion und die
damit verbundene Übermittlung der aktuellen GPS Koordinaten an Firmen wie Google
oder Apple reicht für Firmen um in der Zukunft gezielt Werbung für Läden in der Nähe
anzuzeigen, “such as you're in a town that has a McDonalds or a Chick-Fil-A, and
suddenly you're getting adverts for those places.” Außerdem werde Geolocation benutzt
um Onlinebetrug zu verhindern. Wenn ein Bank Account plötzlich aus anderen Ländern
der Welt probiere etwas zu kaufen, würde das einen Alarm auslösen und der Benutzer
werde gewarnt, so können gestohlene Kreditkarten schnell gesperrt werden. Für die
Zukunft wünscht sich Kodiak jedoch mehr Social-Media-Regulation. Grund dafür sei
die bereits erwähnte häufige Verbreitung von Desinformationen. Um auf das Zitat aus
dem Abschnitt 4.1 zurück zu kommen. “We see posts [...] claiming utter bullshit getting
millions of views, with the correct geolocation in the comments [...] , but it gets
hundreds of views - a fraction of a percent.” Kodiak denkt, dass mehr Regulationen für
soziale Medien dieses Problem mindern könnten.[53]

6. Schlussbemerkungen

Da Kodiak anonym bleiben möchte und seinen echten Namen nicht preisgab konnten
keine seiner Aussagen überprüft werden. Über den Verlauf der Arbeit ist jedoch zu
erkennen, dass ein großer Teil seiner Aussagen, in verschiedenen unabhängigen Studien
auftaucht mit ähnlicher Formulierung aufttaucht. Beispiele dafür sind die Tools die
Kodiak aufgezählt hat, mit welchen er arbeitet. Google Maps oder Yandex Maps sind
auch in anderen Studien zu finden. Ebenfalls der Fakt, dass Social-Media von
Desinformation geplagt wird ist wiederzuerkennen. Auch ohne Validierung kann
deshalb davon ausgegangen werden, dass der Interviewte ein vertrauenswürdige Quelle
darstellt.

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Referenzen

1 Pournis, Stelios: Information Warfare: Assessing the employment of open-source
intelligence (OSINT) in battling disinformation during conflict - The Case Study of the
Russian Invasion of Ukraine, Aristotle University of Thessaloniki, 2023, S.37.

2 Hurova, Ana: Earth Observation for the Protection of Human Rights during the Armed
Aggression, Advanced Space Law, Volume 9, 2022, S. 24.

3 Kodiak: Interview zum Thema ‘Geolocation im Ukraine Krieg’, 2023, S.1.

4 Hwang/Lee/Kim/Donghyun/Lee: Current Status and Security Trend of OSINT,
Wireless Communications and Mobile Computing, 2022, S. 2.

5 Hwang et al., 2022, S. 4.

6 Lakomy, Miron: Assessing the potential of OSINT on the Internet in supporting
military operations, in: Bezpieczeństwo. Teoria i Praktyka, 3.Aufl., 2022, S. 300.

7 Spiegel: Wo 2011 Kriege tobten, in: spiegel.de, 23.02.2012,
https://www.spiegel.de/fotostrecke/uebersicht-wo-2011-kriege-tobten-fotostrecke-79035.html
[28.12.2023]

8 Bellingcat: Bellingcat Geolocation Investigations, in: bellingcat.com,
https://www.bellingcat.com/category/news/?fwp_tags=geolocation [28.12.2023]

9 Lakomy, 2022, S. 298.

10 Lakomy, 2022, S. 298.

11 Bellingcat: Bellingcat Ukraine Investigations, in: bellingcat.com,
https://www.bellingcat.com/category/news/?fwp_tags=ukraine [28.12.2023]

12 Lakomy, 2022, S. 301.

13 Pournis, 2023, S.16.

14 Hwang et al., 2022, S. 6.

15 Lakomy, 2022, S. 301.

16 Pournis, 2023, S.52.

17 Kodiak, 2023, S.1.

18 OsmAnd: OsmAnd Offline Maps and Navigation, in: osmand.net, https://osmand.net/
[28.12.2023]

19 Pournis, 2023, S.52.

20 Kodiak, 2023, S.1.

21 Grothe, Lucas: Russland greift Ukraine an - Kampfhandlungen in vielen Landesteilen,
in: mdr.de, 25.02.2022, [online]
https://www.mdr.de/nachrichten/welt/osteuropa/politik/krieg-ukraine-russland-100.html [05.12.2023]

22 Treisman, Rachel: Putin’s claim of fighting against Ukraine ‘neo-Nazis’ distorts
history, scholars say, in: npr.org, 01.03.2022, [online]
https://www.npr.org/2022/03/01/1083677765/putin-denazify-ukraine-russia-history [05.12.2023]

23 Cosmonaut19: The driver of a Lada was shot and killed crashing into a light post, in:
Geoconfirmed.org, 05.06.2022, [online]
https://geoconfirmed.org/ukraine/e4345f78-c588-4710-f4eb-08db640e0635 [05.12.2023]

24 BenDoBrown: New Satellite Imagery shows Olenivka Prison where more than 50
reportdly died following attack at the prison, in: Geoconfirmed.org, 30.07.2022, [online]
https://geoconfirmed.org/ukraine/9166a45b-ce28-4872-0766-08dabc42150c [05.12.2023]

25 Kodiak, 2023, S.2.

26 Institure for the Study of War: Intertacitve Time-Lapse Russia’s War in Ukraine, in:
arcgis.com, [online]
https://storymaps.arcgis.com/stories/733fe90805894bfc8562d90b106aa895
[28.12.2023]

27 Hwang et al., 2022, S. 10.

28 Pournis, 2023, S.15.

29 Cosmonaut19, 05.06.2022, [online]
https://geoconfirmed.org/ukraine/e4345f78-c588-4710-f4eb-08db640e0635

30 BenDoBrown, 30.07.2022, [online]
https://geoconfirmed.org/ukraine/9166a45b-ce28-4872-0766-08dabc42150c

31 Kodiak, 2023, S.1.

32 Pournis, 2023, S.23.

33 Pournis, 2023, S.38.

34 Hurova, 2022, S. 15.

35 Kodiak, 2023, S.2.

36 Pournis, 2023, S.45.

37 Hurova, 2022, S. 24.

38 Lakomy, 2022, S. 306-307.

39 Kodiak, 2023, S.2.

40 Pournis, 2023, S.25.

41 Geissler/Bär/Pröllochs/Feuerriegel: Russian propaganda on social media during the
2022 invasion of Ukraine, EPJ Data Sci., 12. Aufl., 2023, S. 1

42 Geissler et al., 2023, S. 8

43 Geissler et al., 2023, S. 9

44 Rayhan Uddin: These videos of the invasion are actually from the Middle East, in:
middleeasteye.net, 25.02.2022, [online]
https://www.middleeasteye.net/news/russia-ukraine-war-videos-misinformation-middle-east
[31.12.2023]

45 Kodiak, 2023, S.3.

46 Hwang et al., 2022, S. 14.

47 Kodiak, 2023, S.2.

48 Kodiak, 2023, S.3.

49 Pournis, 2023, S.43.

50 Pournis, 2023, S.54.

51 Pournis, 2023, S.69.

52 Hwang et al., 2022, S. 18.

53 Kodiak, 2023, S.3.

---

7. Literaturverzeichnis

[^1]: Hwang/Lee/Kim/Donghyun/Lee: Current Status and Security Trend of OSINT,
Wireless Communications and Mobile Computing, 2022.
[^2]: Hurova, Ana: Earth Observation for the Protection of Human Rights during the
Armed Aggression, Advanced Space Law, Volume 9, 2022.
[^3]: Lakomy, Miron: Assessing the potential of OSINT on the Internet in supporting
military operations, in: Bezpieczeństwo. Teoria i Praktyka, 3.Aufl., 2022, S. 297-309.
[^4]: Pournis, Stelios: Information Warfare: Assessing the employment of open-source
intelligence (OSINT) in battling disinformation during conflict - The Case Study of the
Russian Invasion of Ukraine, Aristotle University of Thessaloniki, 2023
[^5]: Kodiak: Interview zum Thema ‘Geolocation im Ukraine Krieg’, 2023
[^6]: Grothe, Lucas: Russland greift Ukraine an - Kampfhandlungen in vielen
Landesteilen, in: mdr.de, 25.02.2022,
https://www.mdr.de/nachrichten/welt/osteuropa/politik/krieg-ukraine-russland-100.html
[05.12.2023]
[^7]: Cosmonaut19: The driver of a Lada was shot and killed crashing into a light post,
in: Geoconfirmed.org, 05.06.2022,
https://geoconfirmed.org/ukraine/e4345f78-c588-4710-f4eb-08db640e0635
[05.12.2023]
[^8]: Treisman, Rachel: Putin’s claim of fighting against Ukraine ‘neo-Nazis’ distorts
history, scholars say, in: npr.org, 01.03.2022,
https://www.npr.org/2022/03/01/1083677765/putin-denazify-ukraine-russia-history
[05.12.2023]
[^9]: BenDoBrown: New Satellite Imagery shows Olenivka Prison where more than 50
reportdly died following attack at the prison, in: Geoconfirmed.org, 30.07.2022,
https://geoconfirmed.org/ukraine/9166a45b-ce28-4872-0766-08dabc42150c
[05.12.2023]
[^10]: Spiegel: Wo 2011 Kriege tobten, in: spiegel.de, 23.02.2012,
https://www.spiegel.de/fotostrecke/uebersicht-wo-2011-kriege-tobten-fotostrecke-79035.html [28.12.2023]
[^11]: Bellingcat: Bellingcat Investigations, in: bellingcat.com,
https://www.bellingcat.com/category/news/?fwp_tags=ukraine [28.12.2023] [^12]: Bellingcat: Bellingcat Geolocation Investigations, in: bellingcat.com,
https://www.bellingcat.com/category/news/?fwp_tags=geolocation [28.12.2023]
[^13]: OsmAnd: OsmAnd Offline Maps and Navigation, in: osmand.net,
https://osmand.net/ [28.12.2023]
[^14]: Geissler/Bär/Pröllochs/Feuerriegel: Russian propaganda on social media during
the 2022 invasion of Ukraine, EPJ Data Sci., 12. Aufl., 2023
[^15]: Rayhan Uddin: These videos of the invasion are actually from the Middle East, in:
middleeasteye.net, 25.02.2022, [online]
https://www.middleeasteye.net/news/russia-ukraine-war-videos-misinformation-middle-east [31.12.2023]

8. Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: In diesen Ländern tobten 2011 Kriege, 2012,
https://www.spiegel.de/fotostrecke/uebersicht-wo-2011-kriege-tobten-fotostrecke-79035.html [28.12.2023]
Abbildung 2: Mother and son killed by Russian Military, 2022,
https://twitter.com/Cosmonaut19/status/1665695066118148096 [05.12.2023]
Abbildung 3: Ukrainian 36th marines hunting russian drone crews, 2023,
https://twitter.com/fdov21/status/1738485463000736039 [28.12.2023]
Abbildung 4: Screenshot of Ukraine Time-Lapse February-March 2022, 2022,
https://experience.arcgis.com/experience/c5eeec0f7ce5469ab6fc70176327fb0e/
[28.12.2023]
Abbildung 5: Screenshot of Ukraine Time-Lapse November 2023, 2023,
https://experience.arcgis.com/experience/d55d793102864f848990d50519ee0100
[28.12.2023]
Abbildung 6: Twitter post allegedly showing russian troops at Ukraine Border, 2022,
https://www.middleeasteye.net/sites/default/files/syria%20fake%20ukraine%20video%20screenshot.PNG [31.12.2023]